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Absicherung
Um die Kurse von Aktien, Renten oder Devisen im Fondsvermögen gegen starke Schwankungen abzusichern, können bestimmte Finanzinstrumente wie Futures, Optionen oder Swaps eingesetzt werden.
engl.: hedging

ad-hoc Meldung
Im amtlichen Handel oder geregelten Markt einer Wertpapierbörse notierte Aktiengesellschaften sind verpflichtet, mittels sog. ad-hoc Meldungen die Öffentlichkeit über noch nicht bekannte, kursrelevante Tatsachen zu informieren.

Advisor
Externer Berater einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG). Dieser gibt Ratschläge bei Anlageentscheidungen.

Agio
siehe auch: Ausgabeaufschlag

Aktie
Wertpapier, das ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Als Teilhaber hat der Aktionär Mitgliedschaftsrechte (Stimmrecht, Informationsrecht) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Bezugsrecht).
engl.: stock, share, equity

Aktienfonds
Investmentfonds, der das Fondsvermögen vollständig oder überwiegend in Aktien investiert. Damit hat der Inhaber von Anteilscheinen eines solchen Fonds die Möglichkeit, indirekt an der Substanz und den Erträgen von Aktiengesellschaften beteiligt zu sein.
engl.: stock fund, equity fund

Aktienindex
Statistische Kennzahl, mit der die repräsentative Kursentwicklung eines Aktienmarktes oder eines bestimmten Teilmarktes dargestellt wird. Je nach Berechnungsmethode und Umfang der berücksichtigten Werte werden derartige Indizes als Benchmark zur Beurteilung des Erfolgs eines Aktienfonds herangezogen.

Aktienmarkt
Bezeichnung für alle Organisationsformen des börslichen und außerbörslichen Aktienhandels (Parketthandel, Telefonhandel, Computerhandelssystem XETRA oder privatorganisierte Online-Portale). Unter börslichem Handel versteht man den An- und Verkauf von Wertpapieren an amtlich zugelassenen Börsen öffentlich-rechtlichen Charakters: In Deutschland sind dies die Deutsche Börse AG in Frankfurt sowie die verschiedenen Regionalbörsen.
Auch die Preisfeststellung durch die Frankfurter Wertpapierbörse bzw. die Regionalbörsen unterliegen dem öffentlich-rechtlichen Status. Beim Amtlichen Markt, an dem die größten Unternehmenswerte – also Firmen mit hoher Marktkapitalisierung und hohem Umsatz – mit strengen Auflagen gehandelt werden, übernehmen amtliche Makler die Preisfeststellung. Für den Geregelten Markt des börslichen Handels dagegen, an dem erleichterte Zulassungsbedingungen und weniger strenge Publizitätsvorschriften gelten, übernehmen dies besonders von der Börse beauftragte freie Makler nach den Regeln der amtlichen Kursfeststellung.

Aktiensplit
Teilung des Nennwertes einer Aktie in kleinere Einheiten, wobei das Grundkapital und der Gesamtwert der Aktien unverändert bleiben.
Beispiel: Eine Aktie mit dem Nennwert 100 notiert vor dem Split bei € 1.500. Nach einem Split von 1:10 kostet die Aktie nach dem Split € 150. Ein Aktienbesitzer, der vor dem Split eine Aktie mit dem Nennwert 100 (Kurswert € 1.500) besessen hat, besitzt nach dem Aktiensplit 10 Aktien à Nennwert 10 (Kurswert 10 x 150 = 1.500). Der Wert seiner Veranlagung hat sich daher nicht verändert.

Aktiv gemanagte Fonds
Investmentfonds, bei denen das Management versucht, durch strategische Über- oder Untergewichtungen bestimmter Marktsegmente innerhalb des Portfolios die Wertentwicklung des ihm zu Grunde liegenden Vergleichsindexes zu übertreffen. Da hierbei ein aufwändiges Aktienresearch notwendig ist und hohe Transaktionskosten fällig werden, sind aktiv gemanagte Fonds in der Regel mit höheren Gebühren belastet.
Gegenteil: Passiv gemanagte Fonds.

All-in-Fee
Gebührenangabe in Prozent, die sämtliche in Zusammenhang mit einer Fondsanlage anfallenden Kosten angibt, mit Ausnahme des Ausgabeaufschlages.
Die All-in-Fee fasst insbesondere die Management- und Depotbankgebühren zusammen, berücksichtigt aber auch weitere wichtige Kostenblöcke, wie beispielsweise Transaktionskosten oder mögliche Erfolgsgebühren.

Alpha
Alpha beschreibt um wie viel der jährliche Ertrag des Fonds (bzw. des Portfolios) unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos über dem Ertrag des jeweiligen Referenzindizes liegt. Je höher das Alpha liegt, desto besser hat sich der Fonds (bzw. das Portfolio) im Verhältnis zum Markt entwickelt.

Alternative Investments
Unter diesem Begriff werden i.d.R. Hedge-Fonds, Managed Futures und Private Equities zusammen gefasst. Als “Alternative” zur klassischen Aktienveranlagung weisen sie eine geringe Korrelation der Erträge zu Märkten oder Indizes auf. Gewinne können sowohl in steigenden als auch in fallenden Marktlagen erzielt werden.

Altersvorsorge-Sondervermögen
Im 5. Abschnitt des Investmentgesetzes (InvG) ab § 87 ff  geregelte Fondsart, die der privaten Altersvorsorge dient. AS-Fonds dürfen max. bis zu 30 Prozent in Immobilien-Sondervermögen investieren, der Aktien-Anteil darf max. 75 Prozent betragen, Aktien- und Immobilien-Anteil zusammen müssen mindestens 51 Prozent des AS-Fonds umfassen, die Cash-Position darf max. 49 Prozent umfassen.
In den Vertragsbedingungen eines Altersvorsorge-Sparplans muss die KAG dem Erwerber den Abschluss eines Vertrags mit einer Laufzeit von mindestens 18 Jahren oder bis mindestens zur Vollendung des 60. Lebensjahres des AS-Sparers anbieten. Der Erwerber verpflichtet sich, während der Laufzeit regelmäßig Geld in den Sparplan einzuzahlen. Nach Ende des AS-Sparplans verpflichtet sich die KAG, gegen Rückgabe von Anteilen dem AS-Sparer regelmäßig einen bestimmten Geldbetrag auszuzahlen.

Anlagegrenzen
Ein Investmentfonds darf z.B. nicht mehr als 5% seines Vermögens in Wertpapiere eines einzelnen Emittenten investieren. Ein Vermögensverwalter darf z.B. nicht mehr in Aktien(-fonds) investieren, als es die Anlagegrenzen des jeweiligen Portfolios definieren. Ziel dieser Vorschrift ist es, dem Grundsatz der Risikodiversifikation Rechnung zu tragen.

Anlagegrundsatz
Das Portfoliomanagement betreibt Anlagepolitik, um die Anlageziele des Fonds bzw. des Portfolios zu gewährleisten. Darunter fallen alle Maßnahmen, die sich auf die Zusammensetzung des Fonds-Portfolios auswirken, wie z.B. die Auswahl der Wertpapiere und Wertpapierarten, die Kauf- und Verkaufszeitpunkte, die Steuerung der Barreserven und Absicherungen gegen Kursverluste. Der Rahmen für die Anlagepolitik wird vom Anlagegrundsatz vorgegeben.

Anlagehorizont
Zeitraum, während dem ein bestimmter Anlagebetrag nicht benötigt wird und daher investiert werden kann. Der Anlagehorizont sollte auch auf die Risikobereitschaft des Anlegers abgestimmt sein.

Anlageinstrumente
Die verschiedenen Anlagekategorien, z.B. Aktien, Anleihen und Geldmarktpapiere.

Anlagepolitik
Sie legt die wichtigsten Maßnahmen fest, die vom Portfoliomanagement bei der Gestaltung eines Fonds bzw. eines Portfolios zu verfolgen sind. Dazu gehören die Anlageziele, die Auswahl der Wertpapiere, deren Anteil am Fondsvermögen, die Höhe der liquiden Mittel oder der Einsatz von derivativen Instrumenten zur Absicherung.

Anlagerendite
Der gesamte Wertzuwachs in Prozent innerhalb einer bestimmten Zeitperiode. Sie setzt sich zusammen aus dem Kursgewinn und den erfolgten Ausschüttungen.

Anlagerichtlinien
Damit legt die Fondsgesellschaft (KAG) die Höchst- und Mindestanteile von einzelnen Wertpapieren sowie Bar-Guthaben fest, an die sich der Fondsmanager halten muss.

Anlagestrategie
siehe auch: Asset Allocation

Anlagestruktur
Die Zusammensetzung der Vermögenswerte, die in einem Depot bzw. einem Portfolio enthalten sind.

Anlageziel
Das konkrete Ziel, das ein Fonds bzw. ein Portfolio verfolgt, z.B. Wachstum.

Anlegerschutz
Der Investor wird durch staatliche Vorschriften vor Vermögensverlust und nicht kalkulierbaren Risken geschützt. Dazu gehören u.a. Regeln bezüglich der Veranlagung und Veröffentlichungspflichten, Absicherung als Sondervermögen, Kontrolle …

Anleihen
Verzinsliche Wertpapiere, die von Banken, Unternehmen oder staatlichen Institutionen ausgegeben werden, um deren Finanzbedarf zu decken.Andere Bezeichnungen für Anleihen: Obligationen, Schuldverschreibungen, Rentenpapiere, Pfandbriefe oder Bonds.

Anleihenfonds
Investmentfonds, deren Fondsvermögen vorwiegend oder ausschließlich in Anleihen investiert wird. Hierzu zählen z.B. Staatsanleihen und Unternehmensanleihen sowie Anleihen von Schwellenländern.
engl.: Bond Fund

Anteilswert
Der Wert der Investmentanteile errechnet sich aus dem Wert des Fondsvermögens dividiert durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile und ist identisch mit dem Rücknahmepreis.

Antizyklisch
Entgegen dem Trend zu investieren, sprich antizyklisch handeln, umschreibt das Kaufen bei sinkenden Kursen und Verkaufen bei steigenden Kursen.
Gegenteil: Zyklisch.

Arbitrage-Handel
Gezielte Ausnutzung von Preis-, Kurs- oder Zinsdifferenzen eines Wirtschaftsgutes (Aktien, Anleihen, Devisen, Rohstoffe, …) an verschiedenen Börsenplätzen zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Das heißt: Am Börsenplatz mit niedrigen Kursen wird gekauft, am Platz mit hohen Kursen verkauft. In Zeiten von Realtime-Kursen und hoher Markttransparenz ist dies praktisch nur noch möglich bei hektischen Kursänderungen eines Marktes, die von anderen Marktteilnehmern nicht sofort nachvollzogen werden können. In der Theorie ist die Arbitrage ohne Risiko, also ein risikoloser Gewinn.

Asset
engl.: Wertpapier, Anlage

Asset Allocation
(Optimale) Vermögensaufteilung des Vermögensverwalters oder auch Fondsmanagers entsprechend seiner individuellen Anlageziele bzw. fondsspezifischen Anlagegrundsätze. Zu berücksichtigen sind beim Privatanleger beispielsweise die persönliche Lebenssituation, das Anlageziel und der Anlagehorizont, der Fondsmanager handelt entsprechend seines eigenen Managementstils bzw. seiner Strategie. Sehr wesentlich ist dabei der Anlagefokus auf kurz-, mittel- oder langfristige Investments oder die Ausrichtung auf nationale/regionale bzw. internationale Märkte oder Teilmärkte, um das Portfolio möglichst breit zu diversifizieren. Die richtige Kapitalaufteilung, auch Asset Allocation genannt, ist die Basis für den zukünftigen Ertrag.

Asset Klassen
Durch Unterteilung des Kapitalmarktes in verschiedene Segmente lassen sich Aktien, Anleihen, Geldmarkt und Immobilien als wichtigste Asset-Klassen voneinander unterscheiden. Diese werden oft in weitere Unterklassen eingeteilt (Z.B. die Asset-Klasse Aktien, die in folgende Bereiche weiter unterteilt werden kann: Europa, Nordamerika, Asien, Emerging Markets, Japan, …).

Asset Management
Professionelle Verwaltung von Vermögensanlagen.

Asset Manager
siehe auch: Portfolio Manager

ATX
Der Austrian Traded Index (ATX) ist der Fließhandelsindex der Wiener Börse. Er bildet das Segment der österreichischen Blue Chips ab und enthält dazu die 20 liquidesten und höchstkapitalisierten Unternehmenswerte Österreichs.

Aufsichtsbehörde
Staatliche Institution, die u.a. über die Tätigkeit von Kapitalanlagegesellschaften und Vermögensverwaltern wacht. In Deutschland ist dies die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in Österreich ist es die Finanzmarktaufsicht (FMA).

Ausgabeaufschlag
Differenz zwischen dem Ausgabepreis beim Erwerb eines Fonds und dem Rücknahmepreis (Anteilswert). Der Ausgabeaufschlag dient der Deckung der Vertriebskosten und wird in unterschiedlicher Höhe erhoben.

Ausgabepreis
Der Ausgabepreis ergibt sich aus dem Anteilswert (Rücknahmepreis) zuzüglich des Ausgabeaufschlags.

Ausschüttender Fonds
Anlagefonds, welche die erwirtschafteten Erträge an die Anteilinhaber ausschüttet.
Gegenteil: Thesaurierender Fonds.

Ausschüttung
Die ordentlichen und außerordentlichen Erträge, die das Fondsmanagement erwirtschaftet, sammeln sich im Fondsvermögen an und werden i.d.R. einmal im Jahr an die Anleger in Form einer Ausschüttung ausgezahlt.
Unter ordentlichen Erträgen sind beispielsweise Dividenden oder Mieteinnahmen zu verstehen, außerordentliche Erträge entstehen u.a. durch die Veräußerung von Wertpapieren oder Grundstücken. Der Anteilswert (Rücknahmepreis) verringert sich am Ausschüttungstag exakt um den Ausschüttungsbetrag.
Bei thesaurierenden Fonds gibt es keine Ausschüttung, die Erträge bleiben im Fondsvermögen..

Ausschüttungsgleicher Ertrag
Dieser Betrag bezeichnet die zur Wiederanlage zu Verfügung stehenden Erträge.

Auszahlungsplan
Der Anleger kann sich aus seinem Anlagevermögen regelmäßig Beträge auszahlen lassen. Er kann sich entscheiden, ob neben den erwirtschafteten Erträgen auch Teile seines Vermögens ausgezahlt werden sollen (Auszahlplan mit Kapitalverzehr) oder ob ihm nur die von seinem Kapital erwirtschafteten Erträge zufließen sollen (Auszahlplan mit Kapitalerhalt).

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